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Dieser Coderumpf besitzt noch keinerlei Funktionalität, die wir zur Laufzeit des Programms beobachten könnten. Er gibt uns nur den minimalen Rahmen vor, in den hinein wir unseren Code schreiben müssen. Eine Konsolenanwendung öffnet ein Kommandofenster und schreibt in dieses Informationen. Das wollen wir nun in unserer ersten kleinen Anwendung realisieren und uns die Zeichenfolge »C# ist spitze.« ausgeben lassen. Dazu ergänzen Sie den Programmcode folgendermaßen:
Wir haben zwei Zeilen Programmcode eingefügt. Die erste dient dazu, in die Konsole eine Ausgabe zu schreiben. Mit der genauen Syntax dieser Anweisung werden wir uns später noch auseinander setzen. Würden wir auf die zweite Anweisung verzichten, träte ein hässliches Phänomen auf: Das Konsolenfenster würde sich zwar öffnen, aber auch sofort wieder schließen. Wir könnten kaum die Ausgabe der Zeichenfolge lesen. Mit
stellen wir sicher, dass die Konsole so lange geöffnet bleibt, bis der Anwender sie mit der (Enter)-Taste schließt. Nun wollen wir uns vom Erfolg unserer Aktion natürlich auch überzeugen und das Laufzeitverhalten testen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:
Wenn jetzt die Ausführung gestartet wird, sollte das Konsolenfenster geöffnet werden und wunschgemäß die Zeichenfolge
anzeigen. Geschlossen wird die Konsole durch die (Enter)-Taste. Daraufhin wird die Laufzeit beendet, und wir gelangen wieder zurück in die Entwicklungsumgebung. Nehmen wir an, Sie hätten einen »kleinen« Fehler gemacht und vergessen, hinter der Anweisung
ein Semikolon anzugeben. Wie Sie später noch erfahren, muss jede C#-Anweisung mit einem Semikolon abgeschlossen werden. Nun würde ein syntaktischer Fehler vorliegen, den unser C#-Compiler natürlich nicht akzeptieren kann. Sie bekommen eine Meldung des aufgetretenen Fehlers in einem separaten Fenster angezeigt, in der Fehlerliste (siehe Abbildung 3.1).
Abbildung 3.1 Die Liste mit den Fehlermeldungen In unserem Beispiel ist nur ein Fehler aufgetreten. Wären es mehrere, würden diese der Reihe nach untereinander erscheinen. Die Beschreibung des Fehlers ist in den meisten Fällen recht informativ – zumindest wenn man etwas Erfahrung im Umgang mit .NET hat. Da sich .NET-Anwendungen aus mehreren Dateien zusammensetzen, wird zudem die betroffene Datei genannt und die Zeile, in welcher der Fehler aufgetreten ist. Sollten Sie im Codefenster keine Zeilennummern sehen, können Sie das über das Menü Extras · Optionen einstellen. Markieren Sie dazu, wie in der folgenden Abbildung gezeigt, in der Liste den Eintrag Text-Editor/Alle Sprachen und setzen das Häkchen vor Zeilennummern.
Abbildung 3.2 Setzen der Option zum Anzeigen der Zeilennummern im Codeeditor Doppelklickt man auf einen Listeneintrag im Fenster Fehlerliste, springt der Eingabecursor in die fehlerverursachende Codezeile. An dieser Stelle sei schon angemerkt, dass mehrere Fehlereinträge nicht zwangsläufig verschiedene Fehlerursachen haben müssen. Häufig kommt es vor, dass ein einzelner Fehler zu Folgefehlern bei der Kompilierung führt, die ihrerseits alle in der Liste erscheinen.
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